Folgeunterbringung für Geflüchtete auf der Uhlenhorst

Die Sozialbehörde plant die Unterbringung von bis zu 311 Geflüchteten in der Averhoffstraße 38. Das zuletzt von der HafenCity Universität genutzte und im Eigentum der Hansestadt befindliche Gebäude soll durch einen Umbau 62 Wohnungen erhalten, in denen bis zu 311 Geflüchtete eine Unterkunft finden können. Hierzu sollen ehemalige Klassenräume mit Küchen und Bädern ausgestattet. Die Nutzungszeit wird nach Angaben der Sozialbehörde mindestens 15 Jahre betragen.

 

Für die integrative Arbeit mit den neuen Nachbarn auf der Uhlenhorst bietet das Gebäude im zweiten Stock eine große Aula. Sie soll als Gemeinschaftsraum für die ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung gestellt werden. 

Dr. Alice Otto, sozialpolitische Sprecherin: „In Hamburg fehlen weiterhin Plätze in öffentlicher Unterbringung. Mehr als 8.000 Personen warten derzeit auf einen Platz in einer Folgeunterkunft. Die SPD-Fraktion Hamburg-Nord begrüßt daher ausdrücklich die Entscheidung der Behörde für Soziales, am Standort Averhoffstraße Wohnungen für Geflüchtete einzurichten. Dadurch trägt auch die Uhlenhorst, wo bislang keine Einrichtung für Geflüchtete existiert, ihren Teil zur gesamtstädtischen Verantwortung bei."

 

Alexander Kleinow, Sprecher für Barmbek-Uhlenhorst: „Mit den entstehenden Wohnungen trägt zukünftig auch Uhlenhorst seinen Teil zur Verbesserung der humanitären Situation der Geflüchteten bei. Die Uhlenhorst ist ein starker Stadtteil mit guter Infrastruktur und engagierten ehrenamtlich Helfenden. Mit circa 300 Geflüchteten erfüllt die Stadt zudem den geschlossenen Bürgervertrag zu kleinteiligen und dezentralen Folgeunterbringung.“

 

Die geplante Unterkunft in der Averhoffstraße sind Teil der Kapazitätsplanung des Zentralen Koordinierungsstabs für Flüchtlinge (ZKF), der die Errichtung von 24.800 Plätzen in Folgeunterkünften bis Ende 2017.

 

Das Bezirksamt wird wie gewohnt rechzeitg zu einer Informationsveranstaltung einladen. Auch die Einrichtung eines „Runden Tischs“ ist vorgesehen.

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