Beteiligungsworkshop zur Busoptimierung Uhlenhorst: SPD-Fraktion Hamburg-Nord stimmt für Kompromiss

 15.10.15

 

 Ein Jahr nach der öffentlichen Vorstellung der Pläne zur Busoptimierung der MetroBus-Linie 6 in der St. Gertrud Kirche, kann die Bezirksversammlung Hamburg-Nord mit dem erreichten Kompromiss im Beteiligungsworkshop Uhlenhorst einen ausgewogenen Plan zur Umsetzung der Busoptimierung der MetroBus-Linie 6 auf den Weg bringen. 

Nachdem die Rot-Grüne Bezirkskoalition die Einrichtung des Beteiligungsworkshop im Januar dieses Jahres beschlossen hatte, konnten 15 Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit 15 Abgeordneten des zuständigen Regionalausschusses Verbesserungen der im Quartier auf große Vorbehalte gestoßenen Pläne des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer erarbeiten. Begleitet von Fachleuten wurde ein dreiviertel Jahr auf weißem Blatt Papier an neuen Ideen für den Hofweg und für die Papenhuder Straße gearbeitet. Der Kompromiss sieht unter anderem vor, dass der Hofweg beidseitig mit Schutzstreifen versehen wird, sowie auf der Ostseite Schrägparkplätze eingerichtet und vier Bäume gepflanzt werden. Bei der Papenhuder Straße wird die unterschiedliche Auslastung der Straße ausgenutzt: Stadteinwärts werden täglich 5.000 Pkw und stadteinwärts nur 1.000 Pkw gezählt. So kann eine richtungsbezogene Lösung präsentiert werden, in der nur stadteinwärts ein Radschutzstreifen eingerichtet werden. Auf der Ostseite wird das Schrägparken belassen. Die Maßnahmen für Bushaltestelle „Mundsburger Brücke“ wurden so verändert, dass bei dem gesamten Vorhaben nur ein Baum gefällt werden muss. 

 

Alexander Kleinow, Sprecher der SPD-Regionalausschussfraktion: „Der gefundene Kompromiss ist Ergebnis einer detaillierten und konzentrierten gemeinschaftlichen Arbeit, bei der alle Seiten aufeinander zugegangen sind. Weder gibt es seitens der beteiligten Behörden und dem LSBG Einwände noch hat die HOCHBAHN Ablehnung signalisiert. Die Kompromissfähigkeit aller Beteiligten ist von hoher Wichtigkeit für das Funktionieren unserer Demokratie.  Ferner sei die Durchführung des Verfahrens an sich nicht weniger bedeutsam als das erzielte Ergebnis. „Die Bezirkspolitik hat beweisen können, dass sie Wort hält, indem die Ergebnisoffenheit des Verfahrens gewahrt und der erzielte Kompromiss akzeptiert wird.“ so Kleinow weiter. „Das Ergebnis ist aus unserer Sicht ein Gewinn für alle Beteiligten und eine Stärkung der Rolle des Bezirks bei der Bürgerbeteiligung.“ 

 

Der Kompromiss wird nun der Behörde für Wirtschaft, Verkehrs und Innovation zugeleitet, die den LSBG mit der Umsetzung der Planung beauftrag hat.

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