Folgeunterkünfte für Geflüchtete: Express-Wohnen am Ohkamp Öffentlichen Plandiskussion am 7. April 2016

04.03.16

Öffentlichen Plandiskussion am 7. April 2016

 

Fuhlsbüttel: Grundstück an der Ecke Ohkamp/Flughafenstraße soll spätestens ab Frühjahr 2017 Heimat für bis zu 620 Geflüchtete bieten. 124 Wohnungen sollen in insgesamt zwei winkelförmigen

Wohngebäuden mit Backsteinfassade entstehen. In die Gebäude sollen zudem eine KiTa und

Gemeinschaftsräume integriert werden. Das Bauvorhaben ist Teil des Express-Wohnungsbauprogramms für Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel. Jeder Hamburger Bezirk soll in diesem Jahr jeweils 800 Wohneinheiten zusätzlich bauen, die dann, in Hamburg-Nord auf insgesamt drei Standorte verteilt, von der städtischen Gesellschaft fördern & wohnen für 15 Jahre als Wohnunterkunft für Geflüchtete als sog. Folgeunterkunft betrieben werden. 

 

Die Wohnungen entsprechen dem sozialen Wohnungsbaustandard und sollen im Anschluss dem regulären Wohnungsmarkt dauerhaft zur Verfügung stehen. Das Bezirksamt Hamburg-Nord nutzte die Sitzung des Regionalausschusses, um die Öffentlichkeit frühzeitig und transparent zu informieren. So sei die Einstellung eines Quartiersmanagers vorgesehen, es werde einen Quartiersbeirat geben und man werde auch für diesen Standort einen Runden Tisch einrichten.

 

„Die Qualität des Standorts ist hoch und bietet gute Voraussetzungen für Integration“, ist Thomas

Kegat, Sprecher der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-

Groß Borstel nach der Vorstellung durch die Fachleute überzeugt. Der U-Bahnhof Fuhlsbüttel Nord

liege in unmittelbarer Nähe, es gäbe eine Ladenzeile mit Geschäften und eine Grünanlage direkt

neben dem Grundstück. so Kegat weiter. „Die Kommunalpolitik kann sich an dieser Stelle schon länger Wohnungsbau vorstellen“, berichtet Thomas Kegat. Bisher habe die Stadt die Fläche jedoch für Parkplätze für Fluggäste vorgesehen. Ein Drittel des Grundstücks wird zunächst nicht bebaut und soll langfristig für flughafennahes Gewerbe reserviert bleiben. 

Thomas Kegat hierzu: „Wir halten diese Planung für gelungen und ausgewogen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der unbebaute Teil des Grundstücks zunächst als zusätzlicher Freiraum für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung steht.“

 

Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit anschließender Öffentlicher Plandiskussion lädt

das Bezirksamt Hamburg-Nord am Donnerstag, dem 7.4. ab 17 Uhr im Terminal Tango,

Flughafenstraße 1-3, ein.

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Kommentare: 3
  • #1

    Sigrid Barnett (Montag, 08 Mai 2017 13:35)

    Warum ist diese Wohnanlage ausschließlich für Flüchtlinge? Zur besseren Integration dieser Flüchtlinge, sollten hier mindestens die Hälfte für sozialschwache Familien und junge Paare zur Verfügung stehen. Die Integration funktioniert untereinander, wie es zurzeit der Fall nur ca. 100 m weiter ist, nicht! Für sozialschwache Familien und junge Paare wird so gut wie kein Wohnraum geschaffen! Meine Stimme bei den nächsten Wahlen werden Sie diesmal nicht erhalten.

  • #2

    Hugo Nottgen (Mittwoch, 07 Juni 2017 22:15)

    Wie kann es sein, dass für die arbeitende Bevölkerung hier keine bezahlbaren Wohnungen in HH zur verfügung stehen. Das ist eine Bevorzugung und Besserstellung gegenüber der eigenen Bevölkerung. Auch meine Stimme wird nicht für Sie abgegeben

  • #3

    Eithel Kampmann (Mittwoch, 07 Juni 2017 22:20)

    Auch ich bin empört, dass erst nach 15 Jahren auch den hier lebenden Bürgern ein Anrecht auf Wohnraum dort zur Verfügung gestellt wird .
    Nagelneuer Wohnraum, wie sieht der nach 15 Jahren aus, abgewohnt und versifft, darf dann der deutsche Bürger drin wohnen.
    Glauben Sie etwa, das geht unbemerkt an den Bürgern vorbei?