Langenhorner Chaussee: SPD-Fraktion lehnt Pläne der Verkehrsbehörde zum dreispurigen Ausbau ab

16.06.2016

 

Nach den Plänen der Verkehrsbörde soll die Langenhorner Chaussee im nördlichen Bereich zwischen der Kreuzung Stockflethweg und Kreisel Ohldorf umgestaltet werden. Die Pläne wurden im April dem zuständigen Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel vorgestellt. 

 

SPD und GRÜNE hat keine der dargebrachten Varianten überzeugt. Zwei der vorgestellten Varianten hätte die Fällung von mehreren, teilweise über hundert Jahre alte Bäume bedeutet. Weitere zwei Planungen hätten den Radverkehr auf einen auf dem Bürgersteig geführten Radweg verlagert. Eine Lösung, die, entgegen neusten Erkenntnissen, für Radfahrende und Zufußgehende ein höheres Unfallrisiko birgt. Stattdessen fordert die Bezirkskoalition die ganzheitliche Überplanung der Langenhorner Chaussee, die das Ziel einer Verbesserung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden fokussiert und dabei die gerechtere Aufteilung des Straßenraums nicht außer Acht lässt. Zudem ignoriert die Verkehrsbehörde ein von der Bezirksversammlung übernommenes Bürgerbegehren, das sich gegen  die Fällung der Bäume ausgesprochen hatte.

 

Jörg W. Lewin, Vorsitzender des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel: „Die vom Landesbetrieb Verkehr vorgestellten Planungen, weiterhin mit zwei KfZ-Fahrspuren vom Ochsenzoller Kreisel in Richtung Süden zeigt, dass trotz der klaren politischen Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag der Rathausfraktionen, die eine Gleichberechtigung von Fußgänger- und Fahrradverkehr mit dem Kfz-Verkehr fordert, bei allen aktuell vorgelegten Planungsvarianten immer noch der Kfz-Verkehr im Vordergrund steht.“ Dass auch andere Planungen auf einer Hauptverkehrsstraße umgesetzt werden können, zeigt sich im Fuhlsbüttler Abschnitt der Alsterkrugchaussee: „Dort hatten die Planer die Courage, eine unechte vierspurige Straße auf eine Spur je Fahrtrichtung zurückzubauen und dabei gleichzeitig beidseitige Radstreifen einzurichten. Warum wird diesem Beispiel nicht auch im Ochsenzoller Abschnitt der Langenhorner Chaussee gefolgt?" fragt Lewin abschließend.

 

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