Stockflethweg: Der Knoten kommt.

 Der Ausbau der Kreuzung Langenhorner Chaussee/Stockflethweg rückt näher: Pläne zum Umbau im Regionalausschuss Fuhlsbüttel/Langenhorn in lebhafte Debatte vorgestellt.

 

Die vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer vorgestellten Pläne sorgen im Ergebnis für umfassende Verbesserungen der Verkehrssicherheit auf der Langenhorner Chaussee zwischen der U-Bahn Ochsenzoll und dem Schmuggelstieg. Die „unechte“ Zweispurigkeit der Chaussee wird zugunsten einer klaren und sichereren Einspurigkeit in beide Richtungen aufgelöst. Zusätzlich werden Abbiegespuren eingerichtet: Stadtauswärts gibt es einen Rechtsabbieger in den Stockflethweg und einen Linksabbieger in die Straße Bärenhof. Stadteinwärts wird eine Linksabbiegespur zum Stockflethweg gebaut.

 

Außerdem werden Radfahrstreifen am Fahrbahnrand eingerichtet. Die Ertüchtigung der Kreuzung dient der verkehrlichen Erschließung der bereits umgesetzten und geplanten Neubauten im Bereich des westlichen Stockflethwegs. Auf die Erweiterung des Autohauses Wichert samt Nahversorgungszentrum (Eröffnung fand statt im Frühjahr diesen Jahres) sind ein weiterer Bauabschnitt und, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses vorgesehen. 

 

Thomas Kegat, Sprecher der SPD-Fraktion im Regionalausschuss ist zufrieden: „Mit dem Ausbau des Knotenpunkts sichert die Stadt die Leistungsfähigkeit der Langenhorner Chaussee und erhöht außerdem die Verkehrssicherheit“. Darauf habe vor allem die Polizei in den letzten Jahren immer wieder gedrungen. Die Neuvorstellung im Regionalausschuss war notwendig geworden, da die Bezirksversammlung ein Bürgerbegehren der „Bürgerinitiative Stockflethweg“ im April 2015 übernommen hatte. Durch die Neuplanung verschiebt sich das überplante Gebiet ein Stück nach Osten.

 

Damit kommt der LSBG den Wünschen der Bezirksversammlung und der Initiative nach, den Baumbestand in einem Gehölz auf der Westseite der Langenhorner Chaussee zu schonen. Ganz ohne Baumfällungen geht der Kreuzungsausbau aber nicht vonstatten. Vier Straßenbäume auf der Ostseite der Langenhorner Chaussee müssen gefällt werden. Dafür wird es Ersatzpflanzungen geben, u.a., wie von Rot-Grün immer gefordert, vor der Fassade des neuen Wichert-/Rewe-Gebäudes. Mit den Vertretern der Bürgerinitiative wolle man weiter im Gespräch bleiben, so Thomas Kegat. Der Langenhorner SPD-Abgeordnete erneuerte das Versprechen der Bezirksversammlung, geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Schleichverkehren, insbesondere von schweren Lieferfahrzeugen, gemeinsam mit den Anwohnern auszuloten.

 

Auch der LSBG ging auf die Bürgerinitative ein. So werde man im westlichen Stockflethweg Kreuzungsbereich zwar plangemäß um eine Abbiegespur ausbauen. Da diese Spur für die aktuellen Verkehrsmengen aber nicht zwingend gebraucht werde, sei man aber offen dafür, die Spur zunächst nicht in Betrieb zu nehmen sondern mit Hilfe von Pflanzkübeln vom Autoverkehr freizuhalten.

 

„Die räumen wir dann erst weg, wenn bauliche Nachverdichtungen im Umfeld der Kreuzung und daraus resultierende steigende Verkehrszahlen dies erforderlich machen“

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