Neue U5: Generationenprojekt nur mit Bürgerbeteiligung

Vertreter der HOCHBAHN im Verkehrsausschuss vom 19.07.2016 stellten aktuelle Pläne zur Streckenführung und geplantes Verfahren zur Bürgerbeteiligung vor.

 

U5: Hamburg soll eine weitere U-Bahnlinie erhalten. Damit wollen Senat und Bürgerschaft den stetig wachsenden Bedarf durch stetig steigende Fahrgastzahlen im ÖPNV gerecht werden. Die HOCHBAHN wurde mit der Planung zum Ausbau des U-Bahnnetzes beauftragt. In der zurückliegenden Sitzung des bezirklichen Verkehrsausschusses stellten Vertreterinnen und Vertreter der HOCHBAHN das Ergebnis der Machbarkeitsstudie des ersten Planungsabschnittes vor. Ziel der Studie war es zu ermitteln, welche Nutzungspotentiale vorhanden sind und welche Streckenführung möglich werden kann. 

Ergebnis der Studie: Die Trasse soll von Bramfeld kommend über die Haltestellen Rübenkamp, City-Nord und Hartzloh nach Winterhude geführt werden, um sie dann in die Innenstadt anzubinden. Auf der 7,2 km langen ersten Teilstrecke sollen fünf neue Haltestellen errichtet werden. Die Haltestelle Sengelmannstraße soll an die U1 nach dem Umsteigemodell der Kellinghusenstraße angebunden werden. Enden soll der erste Bauabschnitt mit einer Haltestelle im Süden des Westabschnittes des Überseeringes vor der Kreuzung mit dem Jahnring. Von Norden kommend soll damit ein weiterer U-Bahnzugang zum Stadtpark geboten werden.

 

Während die U-Bahntrasse selbst größtenteils unterirdisch mittels einer Schildvortriebmaschine hergestellt werden soll, sollen die Haltestellen in offener Bauweise gebaut werden. Die HOCHBAHN will zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein Beteiligungsverfahren ins Leben rufen. Rechtlich verbindlich sei die Beteiligung bei derartigen Vorhaben zwar erst im viel späteren Planfeststellungsverfahren, erklärt

 

Alexander Kleinow, Sprecher für Barmbek. „Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass, auch wenn der überwiegende Teil der neuen U-Bahn unterirdisch gebaut werden soll, die Eingriffe in die bestehende Infrastruktur für die Haltestellen nicht von Pappe sein werden. Da ist es gut zu hören, dass die Planer früh an die Menschen herantreten wollen, um gemeinsam gute Lösungen zu entwickeln. Für Barmbek unterstreicht die direkte Anbindung der Fuhlsbüttler Straße im nördlichen Teil die Bedeutung als Nahversorgungszentrum und setzt damit weitere positive Impulse für die ‚Fuhle‘.“ so Kleinow weiter.

Die HOCHBAHN plant den Auftakt zur Bürgerbeteiligung bereits im September 2016. In Hamburg-Nord wird es zwei parallel verlaufende Veranstaltungen geben, in der jeweils die Planung von zwei Haltestellen diskutiert werden kann. Für Barmbek werden die geplanten Haltestellen Harztloh und Rübenkamp, für Winterhude die Haltestellen City-Nord und Sengelmannstraße zusammengefasst. Nach Angaben der HOCHBAHN sollen die Abwohnenden jeweils weiträumig per Postwurfsendung und durch die Tagespresse auf die Auftaktveranstaltung hingewiesen werden.

  

Jörg W. Lewin, verkehrspolitischer Sprecher: „Der Bau der U5 ist ein Jahrhundertprojekt. Wir achten sehr penibel darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger frühestmöglich an dem Bau beteiligt werden. Dass die HOCHBAHN eine Beteiligung schon kurz nach der Machbarkeitsstudie also vor Beginn der eigentlichen Planung auflegt, ist sehr zu begrüßen. Großvorhaben können nur dann erfolgreich sein, wenn sie Akzeptanz finden. Die Anbindung des Hamburger Nordostens ist den Menschen in Bramfeld und Steilshoop schon vor langer Zeit versprochen worden. Zum ersten Mal liegt die Verwirklichung nun in greifbarer Nähe. Für Hamburg-Nord ergibt sich durch die geplante Anbindung an die Innenstadt eine weitere Steigerung des Komforts im ÖPNV und der Umstieg auf die U-Bahn kann weiter erleichtert werden.“ Bis zur Realisierung der Planungen werde aber noch einige Zeit vergehen, denn Frühestens 2021 werde mit dem Baubeginn gerechnet, so Lewin abschließend.

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