Barmbek: Regionalausschuss spricht sich für „Piazzetta Ralph Giordano“ aus

„Piazzetta Ralph Giordano“. So soll die Fläche an der Pestalozzistraße Ecke Fuhlsbüttler Straße zukünftig heißen, wenn es nach der Mehrheit des Regionalausschusses Barmbek geht. Auf Antrag der SPD, CDU und GRÜNEN wurde einstimmig der Empfehlung des Sanierungsbeirats gefolgt, den Platz, der im kommenden Jahr umgestaltet werden soll, nach Ralph Giordano zu benennen.

 

Zuvor hatten SPD und GRÜNE den Sanierungsbetrat gebeten, sich mit der Benennung eines Platzes oder einer Straße zu Ehren Ralph Giordanos zu befassen und der lokalen Politik einen Vorschlag zu unterbreiten. Auch der Idee die Krüsistraße auf ganzer Länge zwischen Hufnerstraße und Fuhlsbüttler Straße zu einheitlich zu benennen, folgte der Sanierungsbeirat.

 

Dr. Alice Otto, sozialpolitische Sprecherin der Bezirksfraktion: „Mit dem Beschluss allein setzen wir ein Zeichen gegen Rechts und Antisemitismus. Wir wollen niemals vergessen welches Leid Ralph Giordano und vielen anderen Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg widerfahren ist. Kommt der Platz nach Barmbek, unterstreicht das den offenen Charakter dieses Stadtteils und setzt ein Zeichen in unsere Zeit, in der es droht rechtes Gedankengut wieder salonfähig zu machen.“

 

Rüdiger Wendt, Wahlkreisabgeordneter sekundiert: „Ich möchte mich herzlich für die gute Zusammenarbeit beim Sanierungsbeirat bedanken. Barmbek hat nun seinen Wunsch nach einem Platz zu Ehren Ralph Giordanos geäußert. Giordano ist Barmbeker und nur hier gehört ein Platz für ihn hin. Mit dem Wunsch die Krüsistraße einheitlich zu benennen, schaffen wir Klarheit. Die Zersplitterung ist noch ein Relikt des alten Busbahnhofs, das keiner mehr versteht.“

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