Planungen für die U5: Bezirksversammlung Hamburg-Nord fordert Haltestelle in Barmbek-Nord

Die U5 soll eine Haltestelle im Stadtteil Barmbek-Nord bekommen – und nicht an der Nordheimstraße an dessen Rand, wie von der planenden Hochbahn nun als Variante vorgeschlagen. Zudem muss der intensive Dialog, den die Hochbahn bisher im Stadtteil geführt hat, auch unter den neuen Voraussetzungen fortgesetzt werden. Ein entsprechender Antrag von Rot-GRÜN in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord wurde in der letzten Sitzung des Hauptausschusses beschlossen.

 

Thomas Domres, Fraktionsvorsitzender: „Es war ein Zeichen des Respekts vor den Bürgerinnen und Bürgern, sie intensiv und frühzeitig am Planungsprozess zur U5, einem der bedeutendsten Bauvorhaben der letzten Jahrzehnte, teilhaben zu lassen. In mehreren Beteiligungs- und Informationsrunden ist das Vertrauen vor Ort nach und nach gewachsen. Dass die Verkehrsbehörde nun meint, es reiche, per Pressemitteilungen grundlegende Eckpfeiler des U5-Projekts zu verschieben, irritiert mich sehr! Dem Engagement und den Interessen vieler Menschen wird das nicht gerecht.

 

Die Verkehrsbehörde muss über die wichtige Entscheidung der Trassierung der U5 Transparenz herstellen. Die Menschen in Barmbek haben es verdient, dass der Senator und der Staatsrat ihre Entscheidung, eine völlig andere Variante für den Verlauf der U-Bahn zu wählen, hier vor Ort erklären und begründen. Es ist aus unserer Sicht deswegen vollkommen klar, dass die Senatsmitglieder bei einer öffentlichen Veranstaltung, die noch in diesem Jahr stattfinden muss, hier in Barmbek erscheinen müssen. Sonst geht unwiederbringlich Vertrauen in den Willen der Verkehrsbehörde zur transparenten Beteiligung der Bevölkerung an ihren Projekten verloren.“

 

Alexander Kleinow, Sprecher für Barmbek: „Mit dem Bau der U5 haben wir die Möglichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern in vielen Stadtteilen eine noch bessere Alternative zum eigenen Pkw zu bieten. Das ist auch dringend nötig, da noch immer die Einwohnerzahlen in Hamburg steigen, die Straßen in der Rushhour verstopft sind und die Belastung durch Abgase an vielen Straßen viel zu hoch ist.

 

Die U5 wird vielen Menschen eine neue und gute Anbindung an die City und das Bahnnetz ermöglichen. Die Idee, ausgerechnet den dünner besiedelten Randbereich zwischen Ohlsdorf, Steilshoop und Barmbek-Nord mit einer Halstestelle zu versorgen, ist befremdlich. Nur mit einer der vier südlichen Haltestellenvarianten, die gerade untersucht werden, besteht die Chance, Barmbek-Nord als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu stärken. Warum diese Möglichkeit verschenkt werden soll, erschließt sich mir nicht.“

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Antrag: U5 transparentes Planverfahren fortführen
U5 transparentes Planverfahren fortführ
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