Inklusion in allen Lebensphasen erleichtern: Inklusive Spielplätze für Hamburg-Nord!

Dr. Alice Otto, Sprecherin für Soziales, Gesundheit und Integration
Dr. Alice Otto, Sprecherin für Soziales, Gesundheit und Integration

SPD und GRÜNE wollen Inklusion an Spielplätzen in Hamburg-Nord umsetzen. Das beschloss die Bezirksversammlung einstimmig in der letzten Sitzung dieses Jahres. Hamburg setzt die Inklusion bereits in vielen Teilen der alltäglichen Lebensbereiche um. Öffentlicher Nahverkehr, Schulen und Fußwege werden kontinuierlich barriereärmer gestaltet. Für Kinder mit körperlichen Einschränkungen findet sich in Hamburg allerdings noch kein öffentlicher Spielplatz mit inklusiven Spielgeräten.

 

Der rot-grüne Antrag sieht vor, dass in aktuell geplanten Sanierungen, bei Erweiterungen und Neuerrichtungen von Spielplätzen Inklusionsgesichtspunkte berücksichtigt werden können. Um den Belangen der Menschen mit körperlichen Einschränkungen gerecht zu werden, sollen die zuständigen Organisationen in die Planung einbezogen werden.

 

Dazu Dr. Alice Otto, sozialpolitische Sprecherin: „Inklusion bedeutet Teilhabe in allen Lebensbereichen. Sie darf vor dem Spielen und Toben von Kindern nicht halt machen. Deswegen wollen wir in Zukunft Spielplätze in Hamburg-Nord nach und nach mit inklusiven Spielgeräten ausstatten. Ein besonderes Augenmerk richten wir dabei auf Spielgeräte, die ein gemeinschaftliches Spielen von Kindern mit und ohne körperliche Einschränkungen ermöglichen.“

 

Alexander Kleinow, parlamentarischer Geschäftsführer
Alexander Kleinow, parlamentarischer Geschäftsführer

Die Bezirke sind in Hamburg für die Errichtung und Wartung und Sanierung von Spielplätzen zuständig. Die Zuweisungen an die Bezirke ermöglichen aber nur die Finanzierung von regulären Spielgeräten.

 

Dazu Alexander Kleinow, parlamentarischer Geschäftsführer: „Die aktuellen Rahmenzuweisungen bieten keine Möglichkeit zur Finanzierung  von Spielgeräten für Kinder mit körperlichen Einschränkungen. Wenn Inklusion gelingen soll, muss sich dies ändern. Im Hinblick auf die laufenden Haushaltsberatungen fordern wir deshalb die Bürgerschaft auf, die Rahmenzuweisung für Spielplätze entsprechend anzuheben. Es kann nicht sein, dass alle von Inklusion reden, wir aber keine Möglichkeit haben Spielplätze barrierearm auszustatten.“