SPD: Fußverkehrsstrategie Hoheluft-Ost umsetzen


Die SPD setzt die Förderung des Fußverkehrs stärker ins Zentrum ihres Handelns. Neben der gerechteren Aufteilung des Verkehrsraums zwischen Rad und Pkw rücken so auch die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in den Fokus. Dazu gehören höhere Investitionen in den Erhalt der Fußwege und grundsätzliche Überlegungen zur Steigerung der Attraktivität des Fußverkehrs.

 

Einen Anfang im Bezirk Hamburg-Nord hat die SPD mit ihrem Koalitionspartner gemacht: Unter breiter Bürgerbeteiligung wurden in den Stadtteilen Hoheluft-Ost und Alsterdorf erste Fußverkehrsstrategien entwickelt. Dazu gehörte nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern es wurde eine Vielzahl zusätzlicher Ideen und Ziele entwickelt, die nun in der Sitzung der Bezirksversammlung vom 22.03.2018 verabschiedet wurden.

 

Dazu Dr. Jan Freitag, Regionalsprecher: „Wir wollen fünf der in der Fußverkehrsstrategie vorgeschlagenen Maßnahmen zur Umsetzung bringen. Ganz bewusst haben wir den Schwerpunkt auf die Rückeroberung von Verkehrsflächen für Fußgänger und Radfahrer gesetzt. Im Fokus waren dabei Verbesserungen der Verkehrssicherheit und Wegebeziehungen für Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler im Quartier. Wir sind gespannt, wie die Vorschläge angenommen werden und welche der Ideen der Bürgerinnen und Bürger sich auch in anderen Stadtteilen werden umsetzen lassen.“

 

SPD und GRÜNE wollen folgende Maßnahmen prüfen lassen:

 

Abendrothsweg/Löwenstraße

 

Problem: Dieser Kreuzungsbereich ist zurzeit sehr großflächig, die Kreuzungswege sind zu Fuß sehr lang und es zeigt sich die typische Problematik der zugeparkten Überwege, welche die Sichtverhältnisse insbesondere für Kinder stark einschränken.

 

Lösung: Schaffung einer Platzfläche z.B. durch eine Aufpflasterung unter Einbeziehung der Gehwege. Dies hätte einen verkehrsberuhigenden Effekt und es würde Fläche gewonnen, die anderweitig genutzt werden könnte, z.B. für Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellanlagen oder auch eine bewegungsfördernde Möblierung. Eine solche Umgestaltung entspräche zudem dem im Rahmen der Begehungen und Beteiligungsworkshops geäußerten Wunsch der Anwohnerschaft nach Begegnungsräumen und Platz für Kinderspiel. Gleichzeitig würde eine solche Umgestaltung die Verkehrssicherheit verbessern.

 

Falkenried

 

Problem: Hohes Fußgängeraufkommen zwischen dem autofreien Quartier Falkenriedterrassen und Hoheluftchaussee mit ihren zahlreichen Geschäften und Restaurants.

 

Lösung: Auf Höhe der südlichen Einmündung des Straßenbahnrings Errichtung einer Querungshilfe für Fußgängerinnen und Fußgänger, um ein sicheres Queren der Straße zu ermöglichen.

 

Heider Straße

Problem: Zur Maximierung der Stellplätze (Längsparken) wird halbachsig auf dem Gehweg geparkt. Die verbleibende Restbreite der Gehwege wird zudem durch nicht optimal parkende Pkw und abgestellte Fahrräder weiter gemindert; ein Durchkommen vor allem für Eltern mit Kinderwagen und Senioren mit Rollatoren ist oftmals nicht möglich.

 

Lösung: Als kostengünstige Maßnahme wird vorgeschlagen, das Parken nur noch auf einer Straßenseite und ausschließlich auf der Fahrbahn zu gestatten. Hierdurch könnte auf beiden Straßenseiten zumindest die bauliche Gehwegbreite von 1,50 m genutzt werden.

 

Kreuzung Breitenfelder Straße/Curschmannstraße

Problem: Autos, die aus Norden kommen, fahren oft mit hoher Geschwindigkeit in die Tempo-30-Zone ein.

 

Lösung: Entfernen der Linksabbiegerspur aus dem Quartier heraus in die Breitenfelder Straße und Verlagerung der in den Nebenflächen befindlichen Stellplätze auf den Fahrbahnrand. Hierdurch würden Fußgängerinnen und Fußgänger mehr Platz bekommen und durch die Verengung der Fahrbahnfläche dem Kfz-Verkehr verdeutlicht, dass es sich um eine verkehrsberuhigte Zone handelt.